40 Jahre BioS, 25 Jahre KnV und 10 Jahre ÖS

Die Biologische Station Osterholz feiert Geburtstag. Einen runden Geburtstag, ganze vier Jahrzehnte, das ist ein halbes Leben! Zwar ist es nicht so einfach, eine genaue Geburtsstunde zu definieren (der erste Arbeitsauftrag, die unterschriebene Urkunde oder der Eintrag ins Vereinsregister?!), doch sind es sicher 40 Jahre, in deren Verlauf die BioS gegründet wurde und gewachsen ist, einige Male neu besetzt und neu strukturiert wurde, mehrfach umgezogen ist und auf die wir nun – mit einer bunten Mischung aus Emotionen – zurückblicken können.

Dazu kommen das 25-jährige Jubiläum der Koordinationsstelle für naturschutzfachliche Verbandsbeteiligung (KnV) und auch das 10-jährige Jubiläum unserer Ökologischen Station (ÖS) – viel Grund zum Feiern also!

Bei unserem Jubiläumsfest am 12. Juni haben wir gemeinsam mit Menschen aus den Verbänden, den Schulen, der Politik, der Landwirtschaft und der Verwaltung zurückgeblickt, geschmunzelt, angestoßen und neue Ideen sowie Herausforderungen diskutiert. Wir sind gerührt und dankbar für all die Unterstützung, die lobenden und warmen Worte und nicht zu Letzt für die vielen lieben Geschenke!

Los ging das Fest mit einem kleinen Sektempfang im Rathaus in Osterholz-Scharmbeck und anschließenden Festreden. Nach Christinas herzlicher Begrüßung hat Hans Gerhard an die Anfänge und die Entwicklung der BioS von einer Fundamentalopposition hin zu einer anerkannten Vertreterin der Zivilgesellschaft erinnert. In Ihren Reden haben Torsten Rohde, Bürgermeister in Osterholz-Scharmbeck, und Dominik Vinbruck, Kreisdezernent für Ordnung, Umwelt und Bauen, die jahrzehnte-lange Kooperation hervorgehoben und der gemeinnützigen Arbeit der BioS ihre Unterstützung zugesprochen. Unsere Mitarbeiterinnen Jutta, Sabrina und Meike haben einen Einblick in die Themen, Motivationen und Entwicklungen der Verbandsbeteiligung und Umweltbildung gegeben.

Als externe Gäste durften wir Wilhelm Breuer – den Vater der Eingriffsregelung – und Holger Petruschke vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung willkommen heißen. Ihre Perspektive geht weit über die Landkreis-Grenzen hinaus, fachlich wie politisch. Und auch sie zeigten auf, dass die BioS im Naturschutz und der Umweltbildung so einiges erreicht hat – und auch eine Vorreiterin ist. Bildung und Beteiligung – zwei wichtige Bausteine nicht nur für Naturschutz, sondern auch für eine demokratische Gesellschaft.

 

Damals… (Foto: G. Geier)

 

Holger Petruschke schenkt uns einen (weiteren) Apfelbaum (FOto: G. Geier)

Nach den vielen Worten ging es mit knurrenden Bäuchen zur Mühle von Rönn, wo wir vom Maribondo Mühlencafé versorgt wurden. Speis und Trank sowie der weitere Austausch fanden im Freien unter den Apfelbäumen und dem ein oder anderen Pavillon im Mühlengarten statt. Richtig feierlich wurde es, als fünf Musiker und Musikerinnen vom Orchester des Wandels e.V. der Bremer Philharmoniker zunächst Mozart und dann stimmungsvolle Stücke aus Bizets berühmter Oper Carmen spielten. Stehend oder sitzend wippten die Gäste zur klassischen Musik, als dann auch die Sonne rauskam. Nachdem der wunderbare Auftritt schon vorbei war, erklang ein recht ungewöhnliches Geräusch für norddeutsche Gefilde: Vom Balkon der Mühle spielte Friedrich Müller das Alphorn in Richtung der Weite der Hammeniederung.

Unser herzlicher Dank gilt allen, die die Arbeit der BioS über die letzten Jahrzehnte aufgebaut und ermöglicht haben, die stets im Austausch bleiben und offen für Begegnung und nachhaltiges Lernen sind. Es ist motivierend und bewegend auf gemeinsame Erinnerungen und Erfolge zu blicken und Teil eines so gesellschaftsübergreifenden Netzwerks zu sein, das trotz aller Herausforderungen die Natur und unsere Umwelt nicht aus den Augen verliert.

 

RUZ Team hat Spaß (Foto: BioS)
Bremer Philharmoniker, Orchester des Wandels e.V. (Foto G. Geier)
Gemeinsam Musik hören (Foto: BioS)

Hier finden Sie außerdem den Jubiläums-BioS-InformationsDienst. Viel Spaß beim Lesen!

Aktuelle Ausgabe 2026-1 (PDF 7 MB)

 

Beitragsbild oben: spontanes, und daher unvollständiges Gruppenfoto (Gunter Geier)